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Messebesuche

Hier berichte ich von meinen Messebesuchen oder anderen Veranstaltungen. Das Ganze sind selbstverständlich nur meine Eindrücke !

Hochschulmesse 5.4.19, Studieren in Berlin und Brandenburg

Es erscheint mit schlau von den Bundesländern Sachsen und Thüringen, sich auf dieser Messe zu präsentieren, weil dort die NC-Welt teilweise noch "in Ordnung" ist, z.B. ist Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaft (B.A.) an der TU Ilmenau nc-frei.

Ansonsten gefällt mir an der Messe die Übersichtlichkeit, es präsentieren sich dort fast nur Hochschulen und kaum Arbeitgeber.

Die FernUni Hagen hat schon länger wieder Psychologie ohne NC im Angebot, allerdings immer noch ohne das Fach Klinische Psychologie. Ob das immer noch ein Grund ist, nicht Psychotherapeut werden zu können, ist mir nicht ganz klar, weil sich da gerade eine Menge zu tun scheint. So gibt es mittlerweile ja sogar Fachhochschulen, die auf den Psychotherapeuten n.e.A. erfolgreich vorbereiten (ein Beispiel aus Niedersachsen).

Die private Fachhochschule Clara Hoffbauer bietet einen vierten Schwerpunkt an: Medienbildung und pädagogische Medienarbeit. Die Frau, mit der ich sprach, versicherte mir, dass das Studium durch die Arbeit beim Kooperationspartner kostenlos sei, und oft noch Geld dazu verdient werde. Man habe aber keinen Bachelor in Sozialpädagogik oder sozialer Arbeit, sondern in dem jeweiligen Schwerpunkt (war das nicht mal anders?), eine staatliche Anerkennung und Akkreditierung liegt vor.

Die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane war dort und präsentierte ihr kostenintensives Studium werbewirksam mit angehenden Ärzt*innen in weißen Kitteln. Die Bewerbungsquote schätze ich nach dem Gespräch auf 1:13., bei Psychologie deutlich entspannter (gibt es ja auch mehr private Mitanbieter).

Die Studienberater*innen, mit denen ich sprach, erzählten allgemein eher von einer Entspannung auf der Bewerberseite - das wäre ja mal eine schön Entwicklung, siehe z.B. die NC-Situation an der Viadrina in Frankfurt/Oder hier (Internationale BWL ohne NC).

Flyerhaufen
viel Zeug, aber auch gut gemachte Broschüren, z.B. die aus Sachsen


Messe Stuzubi am 23.2.19

Ein freundlicher Empfang sieht anders aus. Am Eingang sprach mich der Veranstalter auf meine Gründe für den Messebesuch an, weil ich altersmäßig nicht in die originäre Zielgruppe passe. Ich fand das zunächst ganz nett, weil ich dachte, ich könnte mit ihm ins Gespräch über die Ziele der Messe, den bisherigen Eindruck etc. kommen. Ich hätte sagen können, dass ich Mutter einer Tochter in der Oberstufe bin, aber statt dessen nannte ich als Grund, dass ich mich als Berufsberaterin hier für meine Schüler*innen informieren möchte. Das fand er offensichtlich nicht sehr überzeugend, denn er insistierte, dass ich damit der echten Zielgruppe den Platz wegnehmen würde. Ich war ein bisschen sprachlos, dachte ich doch immer, dass ich als Multiplikatorin auch für die Firmen und Hochschulen an den Ständen eine sinnvolle Gesprächsinvestition bin... nun ja, ich versicherte ihm, dass ich keinem den Platz wegnehmen und nur mit Leuten sprechen würde, bei denen keine anderen anstehen.
Und ich dachte immer (und dafür wurde ja auch viel Werbung in der Stadt investiert), dass es gut ist, wenn viele interessierte Menschen kommen...

Später habe ich erfahren, dass es wohl am Anfang ein Problem beim Einlass mit langen Schlangen gab (Taschenkontrolle). Und mein Eindruck war tatsächlich, dass alles ein bisschen eng war. Große Trauben bildeten sich wieder vor den staatlichen spannend klingenden Behörden wie Verfassungsschutz oder BND.

Die Steuerberaterkammer informierte mich über den siebensemestrigen Steuerfachangestellen mit Bachelor zusammen mit der Beuth-Hochschule und dem OSZ Lotis, das ja schon länger den eher unbekannten vierjährigen Steuerfachangestellten plus Abi anbietet. Die Vergütungsempfehlung für die Ausbildung wurde erhöht auf 700/800/950 Euro. Beim Studium ist im letzten Semester die Vergütung von der koopierenden Kanzlei abhängig.

Das Bezirksamt Tempelhof erzählte mir vom dualen Studiengang Bachelor of Arts Sozialpädagogik (Spezialisierung Kinder und Jugendhilfe), den sie zusammen mit einer privaten Hochschule anbieten.
Hier gibt es dazu mehr Informationen. Sie verwies auf den Berlin-Tag am 2.März.2019, siehe bitte unter Veranstaltungen.

Die Hochschule Wismar hat zum Sommersemester 2019 nur nc-freie Studiengänge!

Die privaten Hochschulen nehmen sehr zu, immer wieder sind welche dabei, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Diesmal die University of Applied Sciences Europe, die auch mit sehr moderner Ausstattung und bester Betreuung in ihren Broschüren wirbt und ihre Praxisnähe betont.
Hier wäre meines Erachtens dringend eine qualitative Sammlung aller privaten Hochschulen nötig. Der Kollege Herr Rapp gab mir folgenden Tipp: private Hochschulen .
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Messe Einstieg in Berlin am 9. und 10.11.2018

Wenn man nicht gerade - wie ich - Halle 1.1 mit Halle 11 verwechselt (und deshalb um das gesamte Messegelände herum laufen muss), dann war die EINSTIEG trotz der vielen Aussteller überschaubar und der Übersichtsplan gut sortiert.

Berliner staatliche Hochschulen waren so gut wie nicht vertreten, so dass einige Messeanbieter von enttäuschten Besucher*innen sprachen. Dennoch fand ich das Hochschulangebot sehr ansprechend gestaltet, weil es sich in regionalen Clustern Sachsen, Sachsen Anhalt oder Meck.-Pomm. präsentierte.
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass zunehmend die Hochschulen vertreten sind, die es sich nicht leisten können, keine Werbung für sich zu machen. Die Uni Bamberg oder die Hochschule Harz beispielsweise haben sehr günstige Zugangsbedingungen (weil weniger Bewerberandrang) und waren auf der Messe genauso vertreten wie die Uni Jena oder die Technische Uni Chemnitz, wo z.B. Politikwissenschaft oder Europa-Studien mit wirtschaftlicher, sozialwissenschaftlicher oder mit kulturwissenschaftlicher Ausrichtung zulassungsfrei sind.

Die Europäische Sportakademie Land Brandenburg (ESAB) war für mich bisher ein wenig undurchschaubar. Die Akademie bietet die dualen ausbildungsintegrierten Studiengänge Management (mit den Spezialisierungen "Sportmanagement" oder "Gesundheitsmanagement") und Sport/angewandte Sportwissenschaft (mit den Spezialisierungen "Leistungs- und Wettkampfsport" oder "Gesundheitssport und Prävention") an. Gleichzeitig erwirbt man den Sportfachmann/die Sportfachfrau. Beides ist für Sportinteressierte sehr attraktiv. Ich vermittelte bisher interessierte Bewerber*innen dorthin mit den Worten: Bitte klären Sie genau ab, wie viel Geld Sie dabei verdienen und wie sicher Sie einen Kooperationspartner finden! Der Messebetreuer nun sprach davon, dass ungefähr die Hälfte des Lohnes von ca. 900 Euro bei den Studierenden bliebe, der Rest gehe an die Akademie. Dennoch ist es in meinen Augen in der Region BB ein gutes, da seltenes, Angebot, zumal dort diverse Trainerlizenzen integriert sind.

Drei Universitäten bieten das deutschsprachige Medizinstudium in Ungarn an: die Semmelweis-Universität sowie die Universitäten Pécs und Szeged. Das Studium sei in allen EU-Ländern voll anerkannt. Aber da kommt finanziell ganz schön was zusammen... die Messebetreuerin sprach von ca. 7000 Euro pro Semester!

Der öffentliche Dienst im Land Berlin war stark vertreten. Eine Verwaltungsangestellte beim Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf erzählte begeistert von ihrer Ausbildung, an die sie nun ein duales Studium ranhängt. Bei den dualen Studiengängen Verwaltungsökonomie und Öffentliche Verwaltung wird übrigens mit der Hochschule Harz kooperiert. Und ganz neu: Das Studienfach Soziale Arbeit ist in Planung. Damit würden die Berlin Bezirksämter endlich an Angebote aus z.B. Baden Württemberg anschließen, die schon lange dual z.B. Soziale Arbeit - Kinder/Jugendarbeit anbieten.

Messe Einstieg 2018, Messestand ÖD
 Der Ö.D. - eine eigene kleine Messe auf der Messe



Messe Abi-Zukunft Berlin am 29.9.2018

Eine in Berlin ganz neue Messe mit der Zielgruppe Abiturienten. Nachdem sich Einstieg.com auch für andere Schulabgänger*innen geöffnet hatte, springt Abi-Zukunft in diese Lücke und bietet auf kleinen, aber feinen Raum (Palais am Funkturm) eine sechs-Stunden-Messe. Das hat mich etwas erstaunt, der ganze Aufwand für die kurze Zeit, aber ich habe etliche Anbieter dort gefragt und sie waren durchweg begeistert. Gleich von Anfang war es nach deren Angaben gut besucht und gute Gespräche waren möglich. Während ich mich von manchen Messen ob ihrer schieren Größe und Unübersichtlichkeit schnell erschlagen fühle, ließ dieses Gefühl dort schnell nach.

Neben der TU Freiberg war, wenn ich richtig geschaut habe, nur noch eine staatliche Uni, die Uni Greifswald, vertreten. An deren Stand wurde mir nochmal klar gemacht, dass fast alle nicht-technischen Studiengänge dort (bis auf Kommunikationswissenschaft) wirklich ohne NC sind! Und sie bieten in Greifswald noch ein BWL auf Diplom an.

Schwerpunktmäßig waren vor allem Lebensmittelkonzerne, Sicherheitsbehörden, soziale Träger (Pflegeausbidungen, Erzieher), Versicherungen und Informatikfirmen vertreten.

Vattenfall bietet keine Ausbildung mehr im nicht-technischen Bereich an, lediglich das duale Studium BWL-Industrie wird noch angeboten.

Interessant fand ich ein Angebot für Menschen, die gerne ins Ausland möchten, also auch für unsere Schulabsolvent*innen: Für Lissabon werden Leute gesucht, die im deutschsprachigen Callcenter arbeiten und dafür in Lissabon günstig leben können. Firmen sind z.B. Nike oder Spiele -und Tourismusfirmen. Es werden eine Unterkunft, Krankenversicherung und kostenloser jährlicher Flug nach Hause bezahlt, allerdings habe ich nichts zur Bezahlung allgemein gefunden und leider vergessen zu fragen... Teleperformance, hier mehr Infos.

Nachdem nun die Schulkosten für die Ausbildung zur Erzieher*in weggefallen sind, fand ich die Angebote von dem evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk gut, die vor allem mit familiärem Campusflair und ihren Praxispartner aus eigenem Hause werben und den Schwerpunkt Theaterpädagogik und Sportpädagogik anbieten. Auch gefiel mir die Fachschule für Sozialpädagogik, die die Schwerpunkte Friedenspädagogik, Demokratieerziehung und Interkulturelle und Interreligiöse Kompetenzen anbieten.
Sie bieten beide Hilfe bei der Praxispartnersuche. Aber nochmal zur Erinnerung: In Berlin wird mindestens die Fachhochschulreife und meistens ein achtwöchiges Praktikum benötigt.

Den Vertreter einer Uni in Olsztyn/Polen konnte ich nicht so gut verstehen, er warb u.a. für das kostenpflichtige Medizinstudium dort. Es dauert 6 Jahre und alles findet auf englisch statt. Anschließend könnte man dort auch sein praktisches Jahr machen, das wäre auf polnisch, aber bis dahin sollte man vielleicht auch polnisch können! Lieber selbst nochmal nachlesen unter University fo Warmia and Mazury in Olsztyn!

 


 das richtige Schuhwerk für Messebesuche...

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